..denn jede Seele zählt!
..denn jede Seele zählt!

Patenschaft Pferde

Kitty, Albi und Kislány

– auf einmal musste es ganz schnell gehen

Unsere Mitarbeiterin Agota informierte uns, dass ein junger Mann dringend Hilfe für seine Pferde erbeten hatte. Da die Löhne in Ungarn sehr niedrig sind, ist es keine Seltenheit, dass die Menschen zwei Arbeitsstellen haben, um über die Runden zu kommen. Peter, der junge Mann, ist einer von Ihnen. Vor etlichen Jahren hatte er zwei ältere Pferde übernommen, die schon beim Schlachter standen, weil sie der täglichen Arbeit nicht mehr gewachsen waren. Peter nahm sie zu sich und versorgte sie, so gut es ging. Irgendwann kam aber die Zeit, dass die beiden alten Pferde das Gras nicht mehr richtig fressen konnten und mit einem Brei aus Kraftfutter gefüttert werden mussten.

Peters erste Arbeitsstelle beginnt morgens um fünf Uhr, der zweite Job fängt abends um sechs Uhr an und geht bis in die Nacht. Die Pferde brauchen jedoch dreimal am Tag ihr Futter. Die Fütterung morgens und abends ging gerade eben noch, aber die Fütterung um die Mittagszeit stellte sich aufgrund der Arbeitszeiten als schwierig dar. Die Folge war, dass beide Pferde immer mehr abmagerten.

Peters Verzweiflung wuchs, denn wer in Ungarn kümmert sich schon um zwei alte Pferde, die darüber hinaus auch noch ein sehr teures Spezialfutter benötigen? Es gab Angebote von Leuten, die die Pferde übernehmen und vielleicht noch ein Jahr vor den Karren spannen wollten. Aber Extrafutter kaufen, das kam für sie nicht infrage. Eine solche Vermittlung hätte das Ende für die 25- und 27-jährigen Stuten bedeutet.

Durch Zufall erfuhr Agota von dem Schicksal der beiden Pferde und informierte uns. Für langes Überlegen war jetzt keine Zeit. Beide Tiere litten unter dem großen Gewichtsverlust und brauchten schnelle Hilfe, vor allem gutes Futter. Innerhalb eines Tages wurde ein Teil unseres Tierschutzhofes zur Pferdekoppel umgestaltet und das Spezialfutter in der nächsten größeren Stadt gekauft. Ein Freund brachte die Pferde wenig später mit seinem Transporter zu uns auf den Hof. Vor uns standen abgemagerte Kreaturen mit hängenden Köpfen. Die Entscheidung war richtig: Lange hätten die beiden Stuten nicht mehr durchgehalten! Und so fanden sie auf unserem Tierschutzhof einen Gnadenplatz – genauso wie  Kislány, ein altes Schulpferd, das geschlachtet werden sollte.

Die drei Seniorinnen grasen nun langsam und gemächlich auf unseren Weiden und genießen ihr Dasein. Sie bieten ein Bild der Ruhe und des Friedens. Und dafür bedanke ich mich persönlich bei allen, die dies ermöglicht haben. Alle drei Pferde suchen noch nach einer Patenschaft – nach Menschen, die mithelfen wollen, dass die drei alten Stuten einen würdevollen Lebensabend verbringen können.

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© Tierschutzprojekt Ungarn e.V. Datum der letzten Freistellung 21.10.2016 Webseite wurde erstellt von der Computer-Rettung-Oberberg